3 Tage lang ist der „Speciaized 29-er Express“ unterwegs, bei traumhaften Wetter und schönstem Panorama

Dachsteinrunde

Zu Viert starteten wir am 04.06. um 6.30 Uhr mit dem Auto in Richtung Bad Goisern am Hallstätter See. Wir nannten uns den Specialized 29er – Express. Uli und Karl, Herbert und Sabine.

Nach einer erholsamen Fahrt mit herrlichem Ausblick und voller Motivation ging es dann gegen 9.30 Uhr los. Es galt gleich voll in die Pedale zu treten, die erste lange Auffahrt zum Pötschenpaß ( ca. 5 km und 500 HM) lagen vor uns. Eine schweißtreibende Angelegenheit, auch wenn die Temperatur noch unter 30 Grad lag.

Nach der Abfahrt nach Bad Aussee, strampelten wir hoch zur Kohlröserlhütte am Ödensee, wo uns die erste Brotzeit des Tages aus dem Rucksack vergönnt war. Voller Ehrfurcht gings dann weiter zur letzten großen Etappe des Tages, dem ca. 800 HM stetigen Anstieg um die 12 % zur ersehnten Viehbergalm. Gegen 16 Uhr waren wir dann erschöpft aber überglücklich dort und genossen „Almleben“ mit frischen Krapfen, einem Almkaffee und weiteren kühlen Getränken. Gestärkt und entspannt konnten wir so die lange Abfahrt anrollen lassen. Nach vielen Kilometern auf Schotter gings dann extrem steil bergab durch die „Öfen“, eine Panoramastrecke vom Feinsten. …bis die Bremsen zu riechen anfingen …

Abends am Quartier beim „s’Wirtshaus“ in Gröbming ließen wir uns dann mit gutem Essen verwöhnen und den Tag Revue passieren. Ein kräftiger Regenschauer unter der überdachten Terasse konnte uns da gar nichts anhaben.

Am nächsten Morgen gings um 9 Uhr los zum Supermarkt, Getränke und etwas Brotzeit musste noch besorgt werden. Zur Stärkung für jeden gleich noch eine Bio-Banane.

Danach gabs ein lockeres Einrollen hinunter nach Mossheim ins Ennstal, welches wir dann gemütlich auf Feld- und Wiesenwegen einige Kilometer entlang fuhren.

Von da an gings dann wieder stetig bergauf, durch die wunderschöne Berglandschaft mit Blick auf das Dachsteinmassiv. Vorbei bzw. durch die bekannten Skiorte Ramsau am Dachstein und Filzmoos. Nach einer langen Abfahrt vom Marcheggsattel gab es eine kräftige Brotzeit an einem kleinen versteckten Badesee mitten im Wald in den Bergen. Wir hätten da noch viel länger bleiben wollen, aber die Zeit drängte und wir wussten, dass noch einige Höhenmeter vor uns lagen. So radelten wir bei schweißtreibender Temperatur über 30 Grad vorbei an Neuberg den Langeggsattel hoch und kamen alsbald doch an unserem Etappenziel an. Dem „Salzburger Dolomitenhof“ in Steuer. Neben einigen anderen Radlern, die wir die letzten beiden Tage auch immer wieder getroffen haben, genossen wir die Radlfahrergespräche auf der Terrasse. Das Abendessen war bereits gebucht, Halbpension mit 3 Gängen. Die waren gut und viel und mussten verdaut werden. Unser Spaziergang führte uns durch das dortige Alpendorf, eine Siedlung von ca. 100 Ferienhäusern, mitten am Berg. Beeindruckend, dazu noch Sonnenuntergang am Berg- was will man mehr.

Unsere Räder durften die Nacht in einer eigens gebauten Fahrradgarage übernachten!

Am letzten Tag, nach einem ausgiebigen Frühstück gings einfach mal 10 Kilometer bergab durch das Lammertal. Der Wind auf der Haut am Morgen war noch frisch und so konnte uns das Abbiegeschild rechts ( 10 Kehren!) gar nichts anhaben. 10 Kilometer Anstieg lagen vor uns, zunächst noch geteert, aber nach den letzten Bergbauernhöfen nur noch geschottert. Eine extrem schweißtreibende Angelegenheit. Aber der Blick auf den Dachsteingletscher und die frische Buttermilch auf der Edtalm haben uns für die Strapazen entschädigt.

Nach einer kurzen Einkehr erklommen wir die letzten Höhenmeter zur Hornspitz und fuhren dann den steilen Schotterweg neben der Skipiste bergab. – 22 % und mehr, das kostete Überwindung und Konzentration. Vor allem musste man vor der Zuschauern (Kuhherde) ja auch noch eine gute Figur machen und sich zwischen ihnen durchmogeln.

Über Rußbach gings dann ein letzes Mal bergauf zum Paß Gschütt. Von dort ab haben wir die offizielle Rute verlassen. Wir haben die Räder einfach die Bundesstrasse viele Kilometer entlang des Gossaubachs hinunter laufen lassen. Und ehe wir uns versahen, waren wir wieder in Bad Goisern.

198 Kilometer und 4875 Höhenmeter haben wir in den 3 Tagen zurückgelegt.

Viel Kraft und Schweiß hat es uns gekostet, aber immer mit einem Lächeln im Gesicht.

Zur Krönung gabs auf dem Heimweg noch ein kühles Bad im Mondsee. …..

Bis zur nächsten Tour

Sabine