Mit dem Sonnenschein startet auch die Fahrradsaison. Zeit für den Frühlingscheck.

Unser Chef Stefan Würdinger erklärt, worauf man nach der Winterpause achten muss, was man zu Hause machen kann und ab wann man in die Werkstatt sollte. 

1)Sichtkontrolle:  Zunächst sollte das Rad geputzt werden. Finger weg von aggressiven Putzmitteln und dem Dampfstrahler – ein Schwamm und klares Wasser reichen vollkommen aus, bei starker Verschmutzung kann man Radreiniger verwenden. Nach dem „Frühjahrsputz“ einfach alle Fahrradteile checken. Sind irgendwo Risse oder gar Verformungen sichtbar, sollte man sein Bike in die Werkstatt bringen.

2) Schrauben anziehen: Im Frühling kann es nicht schaden, alle Schrauben nachzuziehen. Aber nicht zu fest – locker mit einer Hand drehen.

3) Kette reinigen und schmieren: Dazu befreit man die Kette mit einem flusenfreien Tuch von groben Schmutz und schmiert sie dann mit Kettenöl. Dieses von innen auftragen, die Kurbel drehen, damit sich alles schön verteilt und danach überschüssiges Öl abwischen.

4) Lichtcheck: Funktionieren Scheinwerfer und Rücklicht, sitzen alle Lichter fest?

5) Reifen: Im Winter entweicht meist etwas Luft aus den Reifen. Wie hoch der Luftdruck sein soll, steht auf der Reifenplanke. Nur mit gut aufgepumpten Reifen rollt man gut und die Reifen nutzen sich weniger ab. Hochwertige Radpumpen zeigen den Luftdruck ebenso an wie handelsübliche Kompressoren. Übrigens: Auch Fahrradreifen sollten eine gewisse Profiltiefe haben. Lässt sich das Profil kaum mehr erkennen, müssen neue her.

6) Bremsen: Vor dem Losfahren beide Bremsen im Stehen betätigen. Reagieren Sie sehr zäh, sollten die Bremsklötze gecheckt und die Bremsseile auf Schäden untersucht werden. Im Zweifelsfall immer den Händler aufsuchen – gerade bei den Bremsen niemals experimentieren!

Danach kann es schon losgehen. Für die erste Tour rät Stefan Würdinger, es ruhig anzugehen. „Vor der eigentlichen Fahrt empfehle ich jedem eine kleine Vorrunde, in der nochmal alles getestet wird. Greifen die Bremsen ideal, springen die Gänge schön rein, läuft das Rad ruhig, reagieren Federgabel und Dämpfer auf angenehme Weise? Wenn alles gut ist, kann es losgehen.“  Wie weit und schnell man fährt, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Wichtig ist aber, dass man sich nicht überfordert und auch immer den Rückweg miteinplant. „Es gibt nichts Schlimmeres, als erschöpft zu sein, bevor man den Rückweg angetreten hat. Viel mehr Spaß macht es im Frühling, wenn man entspannt zu Hause ankommt. Denn neben dem Fahrrad muss man nach der viel zu langen Winterpause auch seine eigene Form erstmal auschecken. Für hartes Training hat man dann den ganzen Sommer Zeit“, bringt es Würdinger lachend auf den Punkt.