Da wo man vor lauter Wald die Bäume nicht sieht und die Menschen woanders wohnen, waren wir mit unseren Mountainbikes unterwegs.

Los ging es am 17. Juli um 6.40 Uhr mit der Regionalbahn bis zum Hauptbahnhof Dresden. Die Aussichten waren trüb, Dauerregen.

Aber pünktlich zur Ankunftszeit um 13.30 Uhr lichtete sich der Himmel und wir konnten voller Freude durchstarten.

Die Stadt Dresden und der Start der Tour

Nach einer kurzen Tour vorbei an den wichtigsten historischen Denkmälern der Stadt, gings zum einradeln an die Elbe. Unter der Waldschlösschenbrücke hindurch, vorbei an den Elbschlössern und über das „Blaue Wunder“ wieder auf die andere Elbseite bis nach Heidenau und Pirna. Von nun an gings bergauf, gewaltig bergauf. Wir hatten uns eine Trailstrecke ausgesucht, die es wegen der starken Regenfälle der vergangenen Tage in sich hatte. Über Berggießhübel, Geising und Altenberg zu unserem Ziel, dem Hochmoor Zinnwald-Georgenfeld, direkt an der Grenze zu Tschechien.

  • 77 km
  • 1150 Hm
  • Ankunftzeit in unserer Unterkunft 19.00 Uhr

Am Montag wehte uns morgens ein frischer Wind um die Nase und wir freuten uns auf den sogenannten Kammweg, den Trail entlang der Deutsch-Tschechichen Grenze der im Winter auch als Langlaufloipe dient. Leider war der Boden so durchweicht, dass wir oft ausweichen mussten, sonst wären wir heute noch nicht Zuhause. Die Strecke führte uns über den Schwartenberg nach Olbernhau und Jöhstadt bis nach Oberwiesenthal, der Heimat des Skispringers Jens Weißflog. Dort hatten wir zur Unterkunft noch einen gewaltigen Anstieg zu meistern, die Naturbaude Eschenhof liegt auf 1000 Meter. 

  • 98 km
  • 1700 HM
  • super Zimmer
  • leckeres Abendessen.
  • Und zur Krönung gabs noch einen Abendspazierung direkt über die Liftschneise hinauf zum Fichtelberg auf 1214 Metern.

Am Dienstag gabs erst mal zur Entspannung eine rasante Abfahrt und der Weg führte uns weiter nach Johann-Georgenstadt und Klingenthal bis Wernitzgrün. Dort haben wir dann „die Seite gewechselt“ und sind durch Tschechien gefahren. Weniger Höhenmeter, die unsere Beine entlasteten. Quer durch bis nach Cheb (Eger) und in Waldsassen über die Grenze zurück in die Bayerische Heimat. Dort gabs dann die Luxusübernachtung direkt an der Basilika im Hotel zum ehemals königlich Bayerischen Forstamt. Familie Graf erhielt standesgemäß ihrem Namen nach das „Fürstenzimmer“.

  • 128 km
  • 1650 Hm, da konnten wir das Abendessen im Biergarten und den Eisdielenbesuch genießen.

Am Mittwoch war Natur pur angesagt, teilweise in Bayern, teilweise in Tschechien auf dem Fernradweg Nr. 13 legten wir 102 Km zurück. Die Strecke führte uns über Wondreb, Bärnau und Waidhaus bis zu unserem Etappenziel, dem Steiner Wirt in Stein bei Tiefenbach. Dort wurden wir wie immer lecker mit einem 3-Gänge-Menü verköstigt, Otto gönnte sich eine knusprige Schweinshaxe!

Donnerstag, letzter Tag, 9 Uhr Nieselregen. Trübe Aussichten, die sich aber bald besserten. Über Cham, Zandt, Rattenberg gings quer und sehr hügelig bis zur Sommerrodelbahn nach St. Engelmar. Von da an, so hatten wir es beschlossen, ab in die Tiefe. Hinunter nach Bogen ins Donautal auf der Straße und dann am Donauradweg entlang bis Künzing und heim. 136 km, 1000Hm und eine unerträgliche Schwüle gabs als Abschluss der Tour.

Im heimischen Biergarten genossen wir noch eine gute Brotzeit mit einer kühlen Radler.

541 Kilometer, 6900 Höhenmeter und knapp 29 Stunden im Sattel. Wieder eine Ecke von Deutschland erkundet, mit viel Kraft, Schweiß und Ausdauer, aber mindestens genauso viel Spaß und Abenteuer.

Unsere Räder haben alles ohne Weh unch Ach mitgemacht. Spezialiced, Centurion, Falk Navi, Garmin und dem tollen Outfit der Firma Würdinger gilt unser DANK.